Fred Herzog – Photographs (Review)
Schwarz-Weiß hat schon immer die Fotografiewelt dominiert. Fotos in schwarz-weiß hatten einfach mehr Niveau, mehr Ausdrucksstärke. Dass es auch anders sein kann, zeigt Fred Herzog eindrucksvoll in seiner Ausstellung „Photographs“, die es noch bis zum 9. Januar 2011 im C/O Berlin (hier) zu bewundern gibt.
Die Straßen Vancouvers sind sein Zuhause. Sein Interesse gilt den kleinen alltäglichen Dingen des Lebens, die jeder von uns kennt: Tankstellen, Supermärkte, Bars und die Beziehung Mensch – Straße. Aus dem Leben gegriffen und ohne direkt zu werten. Kontraste, wie alt-neu aber auch organisch-anorganisch findet man des Öfteren in seinen Fotos. Fred Herzog hat die Fähigkeit vermeintlich Banales und Bedeutungsloses in einer einzigartigen Stimmung festzuhalten. Und zwar durch den richtigen Blick für die perfekte Situation und, was noch viel interessanter ist, in Farbe. In den 70ern revolutionierte die „New Color“ Fotografie und wurde dennoch kritisiert. Sie sei zu kostspielig, die Entwicklung zu langwierig und die Nutzung zu aufwendig, weil man einen dunklen Raum und einen Dia-Projektor braucht.
Herzog selbst findet, man könne Farbfotografie nicht mit Schwarz-Weiß-Fotografien vergleichen, denn: „ Farbfotografie ist nicht Schwarz Weiß plus Farbe, sondern ein ganz eigenes Medium“.
Bildquelle: http://www.co-berlin.info/

Thanks a lot!
15. November 2011 um 18:17