Frida Kahlo- Retrospektive in Berlin
Frida Kahlo, eine ungewöhnliche Frau mit einem extraordinären Geschmack und sehr außergewöhnlichen Bildern. Trotz des wundervollen Wetters momentan solltet ihr es auf keinen Fall verpassen die Retrospektive im Martin-Gropius-Bau am Potsdamer Platz zu besuchen. Es ist nämlich das erste Mal, dass so viele Werke der mexikanischen Ausnahmekünstlerin in einer Ausstellung zu bewundern sind. Der Anlass der Ausstellung sind 200 Jahre Unabhängigkeit Mexikos, 100 Jahre Revolution und 100 Jahre Frida Kahlo. Das Letzte stimmt jedoch nicht zu 100%, denn eigentlich würden wir in diesem Jahr Fridas 103. Geburtstag feiern, doch sie selber sah sich als Kind der Revolution und wählte somit einen neuen Geburtstag.
Genauso berühmt wie für ihre Bilder müsste Frida eigentlich auch für ihre Krankheitsgeschichte sein. Im Alter von 18 Jahren wird Frida Opfer eines schrecklichen Busunglücks bei dem sich eine Metallstange quer durch ihren Körper bohrt. Die junge Frau überlebt diesen Unfall zwar, ist jedoch jahrelang in einem Ganzkörper-Gips gefangen und der Tablettenabhängigkeit verfallen. Damit beginnt für die eigentlich angehende Ärztin eine künstlerische Karriere. Im Verlauf ihres Lebens wird Frida Kahlo 37 mal operiert und leidet bis an ihr Lebensende an den Folgen des schweren Unfalls. Ans Bett gefesselt fängt Frida an zuerst ihr Gipskorsett und anschließend Staffeleien zu bemalen. Ihre Bilder sind einzigartig. Am liebsten malt sie sich selbst. Frida heiratet ihre große Liebe Diego Rivera, der selber Künstler und Anhänger der Revolutionäre ist. Doch die Ehe der beiden Künstler ist alles andere als harmonisch. Sowohl Diego als auch Frida teilen ihr Bett gerne mit anderen Partner -Männern und Frauen. Unter der Untreue ihres Mannes leidet Frida Kahlo sehr und drückt ihre Gefühle in ihren Werken aus. Der Mann ist in ihren Werken als Sonne, die Frau als Mond dargestellt. Beide können ohne einander nicht existieren, miteinander jedoch auch nicht. Und so war auch die Beziehung der beiden Eheleute.

Frida Kahlos Werke sind besonders. Sie beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Männern und Frauen, mit Gefühlen und mit dem Menschen selber. Deswegen solltet ihr es auf keinen Fall verpassen bis zum 9. August die Ausstellung zu besuchen.
Kleiner Tipp: Das Leben der exzessiven Künstlerin wurde übrigens auch verfilmt. Der Streifen heißt Frida und in der Hauptrolle ist Salma Hayek als Frida Kahlo zu bestaunen. Ein absolutes Muss bevor man die Ausstellung besucht.

[...] Taymor, Regisseurin von Frida, nahm sich dem Comic-Stoff an, um mit der Hilfe von Bono und The Edge von U2 die passende Musik zu [...]
27. Juli 2010 um 16:54