Gastro-Tipp: Barcomi’s

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Von dem Barcomi’s hatte ich schon oft gehört, bis ich mich selbst mal von seinen Qualitäten überzeugen konnte. Es hieß, dort gäbe es den besten New York Cheesecake der Stadt.

Fast am Ende der künstlerisch geprägten Bergmannstraße im Bezirk Kreuzberg, da gibt es ein kleines Café. Von außen ganz unscheinbar und versteckt zwischen türkischem Supermarkt und Fotostudio. Ein Café umringt von anderen Lokalen. Schon oft lief ich daran vorbei und erinnerte mich daran den Namen ‘Barcomi’s’ doch schon irgendwo mal gehört zu haben. ‘Barcomi’s'… Hieß es nicht, hier müsste ich unbedingt mal rein, ich, die so gerne nascht und ihren Kaffee nicht ohne ein gutes Stück Kuchen verzehren kann?

Schließlich setzte ich mich eines Tages erwartungsvoll mit einer Freundin hinein. Dieser Tag sollte meine Essens- und Trinkgewohnheiten für immer verändern. Hier probierte ich zum ersten Mal Italian Soda. Im Barcomi’s werden Mischgetränke aus Mineralwasser und Moninsirupen kreiert. Normalerweise kennt man Monin nur als Vanille- oder Haselnussgeschmackszugabe in seinem Latte Macchiato, doch hier werden die fruchtigen Sorten dem Sodawasser zugegeben, um so eine neue Alternative zu Saft und Co. zu bieten. Seit dem ersten Schluck habe ich nun immer eine Sirupflasche Mango im Kühlschrank.

Wenn man das Barcomi’s betritt, kommt man sogleich in Kaffeelaune. Im Schaufenster lächelt einen eine riesige Röstmaschine gerade zu magisch an und weckt das Verlangen auf einen frischen Latte Macchiato oder Cappuccino. Das Barcomi’s bietet ganze 13 verschiedene, selbst geröstete Kaffeesorten an, hinzu kommt noch eine Spezialmischung des Hauses. Kaffeesüchtige könnten hier ihr Herz verlieren. Doch auch Teeliebhaber dürfen sich auf eine große Auswahl unterschiedlichster Geschmackssorten freuen.

Doch kommen wir nun zum Kuchen. Verführerische Namen wie ‘Lemon Meringue Tarte’ oder ‘Raspberry Streusel Muffin’ versuchen einen um den Finger zu wickeln und von dem Gedanken an den nächsten Gang zur Waage fernzuhalten. Die sündigen Küchlein werden seit 1994 in der Stube im Keller des Cafés selbst gebacken -und man schmeckt es. Ab dem ersten Bissen wusste ich, warum der Kuchen hier so umschwärmt wurde. Links im Bild ist der ‘Apple Walnut Caramel Cake’ zu bestaunen, rechts der ‘Lemon Meringue Tarte’.

Hunger auf ‘Coconut Chews‘?

Oder doch lieber traditioneller ‘Apple Pie’?

Für den Anfänger ist der Probierteller mit vier halben Stück Kuchen für € 6,90 zu empfehlen. Ich selbst kostete davon heut Morgen und war entzückt. Auf meinem Teller befanden sich ‘Pecan Pie’, ‘Devil’s Food Cake’, ‘Apple Walnut Caramel Cake’ und zu guter Letzt der berühmte ‘New York Cheese Cake’. Für die Kuchenplatte kann man die Stücke übrigens frei wählen! Natürlich gibt es in dem Café auch Carrot Cake und vorzügliche Muffins!

Ins Leben gerufen wurde das Barcomi’s von Cynthia Barcomi, die inzwischen eine bekannte Größe unter Backfans ist. Die Amerikanerin brachte die New-Yorker-Kaffeekultur Anfang der 90er nach Berlin -zuerst in die Bergmannstraße, dann nach Mitte, wo heute das ‘Barcomi’s Deli’ ist. Auf ihrem eigenen Blog gibt es News zu ihren Backideen, auf der Website und bei Facebook finden sich weitere Tipps und Rezepte.

In ihren eigenen Backbüchern gibt es die Rezepte zu den Kuchenkreationen, die man aus dem Café kennt. Im ersten Backbuch befinden sich die Anleitungen zu ‘Monster Brownies’ und ‘Apple Pie’, im zweiten zu ‘Lemon Meringue Tart’, ‘Coconut Chews’ und Co. Ich habe das Glück in der Nähe des Barcomi’s zu wohnen und mich mit meinen zwei linken Händen nicht selbst an den Rezepten versuchen zu müssen. Doch wenn ich groß bin, möcht ich auch backen können wie Cynthia Barcomi!

Das Barcomi’s in Kreuzberg ist durch einen kurzen Fußweg vom U-Bahnhof Gneisenaustraße (U7) aus zu erreichen, das Barcomi’s Deli findet ihr in der Sophienstraße 21 in Mitte in der Nähe des Hackeschen Markts.

Vielen Dank an Maja Smend für die schönen Fotos!

PS: Wer großen Hunger hat, der sollte unbedingt die Bagels probieren -ein purer Genuss!

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